Ver
01

Auf der Spur des Schuhs

Es gibt sie in allen Farben, in den ausgefallensten Variationen und jeder von uns benutzt sie tagtäglich: Schuhe. Schon in der Zeit um 12.000 v. Chr. benutzten die Menschen Schuhe, was Felsenmalereien beweisen. Doch hatten diese mit modernen Schuhen nicht viel zu tun und der Weg zum eleganten Damenstiefel der heutigen Zeit war lang.

Aus dem Jahr 3000 v. Chr. existieren Schuhfunde aus Ägypten, Sandalen, eine der einfachsten Formen des Schuhs. Lange Zeit änderte sich nichts, doch um 400 brachten die Mittelmeerländer neue Stile zum Vorschein. Der Stiefel kam aus dem Orient, der – obwohl es an sich keinen Unterschied zwischen Frauen- und Männerschuhen gab – nur von Männern getragen wurde.

Mit den Reiterstiefeln aus dem 12. Und 13. Jhd. kamen auch die ersten Absätze, damit der Stiefel nicht aus den Bügeln rutschte. Die Kleiderordnung des Adels trugen dann dazu bei, dass im 14. Jhd. die Schönheit des Erscheinungsbildes ein wesentlicher Bestandteil des Denkens wurde. Der Schuh wurde nun prachtvoll verziert, was im 15. Jhd. eine große modische Vielfalt hervorbrachte.

Im 17. Jhd. verlor der Stiefel seine Stellung als Zweckschuh und die Fußbekleidung beider Geschlechter begann sich zu unterscheiden. Die Schuhverzierung fand ihren Höhepunkt dann im 18. Jhd. als Ergänzung zum Kostüm – Material und Zier waren an das Kleid angepasst.

Als in der Zeit um die französischen Revolution der Adel langsam seine Vormachtstellung verlor, wurde auch die Mode schlichter. In der Zeit der Aufklärung wurde sie ein Ausdruck des Wandels in der Auffassung der Gesellschaft und der Natur des Menschen. Schließlich setzte mit der industriellen Revolution auch die Massenfertigung von Schuhen ein, obgleich das Schuhmacherhandwerk weiterhin eine wichtige Rolle spielte.

Der industrielle und gesellschaftliche Wandel zeigte sich auch in der Modewelt. Der arbeitende Mann benötigte praktische Kleidung, während die Frau zu Hause bleib trug eher unpraktische, weibliche Mode. So wurden Damen Schuhe wandelbarer, ausgefallener und phantasievoller.

Erst Ende des 19. Jhd. wird die Passform des Schuhs in rechts und links unterschieden und die zweiballige Ausführung von Sohle und Blattzuschnitt verbessert. Seitdem wird der Schuh immer weiter verbessert. Es gibt ihn für alle möglichen Anlässe und Aktivitäten, in den verschiedensten Formen und in den unterschiedlichsten Materialien. Und so findet heute jeder seinen passenden Schuh.

Geschrieben von Kevin am 17. März 2010
Abgelegt unter Mode
Jetzt kommentieren »



Einen Kommentar schreiben