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Neue Trends für Parkettböden

Vom Schiffsboden zur Landhausdiele

Die letzten 20 Jahre wurden durch das Schiffsbodenmuster bei Parkettböden geprägt. Schiffsböden sind Bodenelemente, auf denen drei nebeneinander liegende Reihen von Holzelementen angeordnet sind. Jedes Holzelement ist dabei ca. 20-50cm lang und ca. 6-7cm breit.
Heute liegen großformatige breite und lange Landhausdielen voll im Trend. Warum? Ganz einfach! Dielen wirken viel großzügiger und mondäner. Darüber hinaus bleibt die reizvolle Holzmaserung erhalten und wird nicht „zerschnitten“ wie beim Schiffsbodenmuster. In der Regel handelt es sich um sogenannte Einstabdielen, die ca. 200 – 250 cm lang und ca. 15-25 cm breit sind und aus nur einem in der Länge und Breite durchgehenden Holzelement bestehen. So als ob das Brett direkt der Länge nach aus dem Baumstamm geschnitten worden wäre! Und mit einer leicht angeschrägten Kante (Fase) wirken die Dielenbretter massiv und urwüchsig.

Von hellen Holzarten, hin zu Eiche und dunklen Hölzern

Die letzten 20 Jahre wurden geprägt durch helle Holzarten wie z.B. Buche oder Ahorn. Dunkle Holzarten wurden gemieden, da früher viele Räume durch dunkle Möbel, dunkle Wände und dunkle Decken unangenehm drückend wirkten. Dies hat sich in den letzten 10 Jahren deutlich geändert. Häufig sind große Fensterflächen vorhanden und Wände und Decken werden in hellen Pastellfarbtönen oder in weiß gehalten. Innenarchitekten haben erkannt, dass zu diesen hellen Oberflächen im Wand- und Deckenbereich ein Kontrast auf dem Boden sinnvoll ist und belebend wirkt. Aus diesem Grund hat die Traditionsholzart Eiche mittlerweile Holzarten wie Buche und Ahorn vom ersten Platz auf dem Parkett-Thron verdrängt. Eiche ist seit 2007 die meistverkaufte Holzart in Deutschland. Holzexperten gehen davon aus, dass Eiche seinen Vorsprung in den nächsten Jahren weiter ausbauen wird. Ein Grund dafür sind u.a. die zahlreichen Variationen, in denen Eichenholz mittlerweile angeboten wird: Dutzende verschiedene Beiztöne werden angeboten, von hell weiß bis hin zu dunkelbraunen Beiztönen. Darüber hinaus zählt Eichenholz nach wie vor zu den strapazierfähigsten Holzarten aufgrund der Holzhärte, der Maserung und des Farbtons.
Auch dunkle Hölzer haben deutlich an Bedeutung gewonnen: Hölzer wie z.B. Kirsche, Nussbaum, Robinie, Merbau, Jatoba oder Kambala sind in der Gunst der Kunden deutlich gestiegen und haben heutzutage einen Marktanteil von ca. 25%, Tendenz steigend!

Das Verlegen von Parkett ist eigentlich recht einfach. Wer dennoch unsicher ist, sollte ein Verlegeseminar besuchen. Diese Seminare werden mittlerweile von Fachmärkten in ganz Deutschland angeboten. So bietet Holzwelt Gräf in Stuhr bei Bremen ParkettVerlegeseminare an.

Geschrieben von Olaf am 25. November 2008
Abgelegt unter Haus & Garten
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